Elterngeldrechner: So berechnen Sie Elterngeld und Elterngeld Plus

Mit dem Elterngeld unterstützt der Staat Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen. Das Elterngeld soll den Lohnausfall abfedern und es jungen Menschen einfacher machen, sich für ein Kind zu entscheiden.
Anspruch haben grundsätzlich alle Eltern, die ihr Kind zu Hause betreuen und maximal 30 Stunden pro Woche arbeiten. Der Betrag lässt sich bereits im Vorfeld mit dem Elterntgeldrechner ausrechnen.

So nutzen Sie den Elterngeldrechner



Die Berechnungsgrundlage für das Elterngeld bildet das Bruttomonatseinkommen der letzten zwölf Monate. Weitere Faktoren sind die Dauer des Bezuges, die Steuerklasse, die familiären und finanziellen Verhältnisse und die Anzahl der Geschwister. Mit dem Elterngeldrechner ermitteln Sie in wenigen Schritten, wie viel Elterngeld Ihnen tatsächlich zusteht.

Gehen Sie auf die Internetseite des Bundesfamilienministeriums und starten Sie dort den Elterngeldrechner.
Geben Sie Ihr Bruttomonatseinkommen basierend auf den letzten zwölf Monaten an.

Der Elterngeldrechner stellt Ihnen nun weitere Fragen zu Ihrer familiären Situation, zu vorhandenen Geschwistern, zur Steuerklasse und zur Art der bisherigen Erwerbstätigkeit. Beantworten Sie zunächst diese Fragen.

Bevor Sie das Ergebnis mitgeteilt bekommen, müssen Sie entscheiden, für welche Dauer Sie Elterngeld beziehen möchten. Diese Frage sollte vor Antragstellung geklärt werden, denn nachträglich sind Änderungen nicht mehr möglich. Prinzipiell steht Ihnen das Elterngeld für einen Zeitraum von zwölf Monaten zu. Sie haben allerdings die Möglichkeit, die Kinderbetreuung mit Ihrem Partner zu teilen und die Dauer zu splitten. So könnte beispielsweise die Mutter des Kindes in den ersten zehn Monaten Elterngeld beziehen und der Vater anschließend für zwei Monate. Für Mütter gibt es außerdem als Bonus das Mutterschaftsgeld in den ersten zwei Monaten nach der Geburt des Kindes, sodass sich für Mütter die durch den Staat finanzierte Zeit der Kinderbetreuung auf 14 Monate erhöht.

Wenn Sie alle Angaben gemacht haben und die Dauer der Förderung festgelegt haben, erhalten Sie das Ergebnis. Der Elterngeldrechner ermittelt Ihren monatlichen, finanziellen Anspruch.

Das Elterngeld entspricht nach den gesetzlichen Vorgaben 65 Prozent Ihres Durchschnittseinkommens aus den letzten zwölf Monaten. Der Mindestanspruch liegt bei 300 € pro Monat, dieser Betrag steht Ihnen auch dann zu, wenn Sie keinerlei Einkommen erzielt haben. Der Maximalbetrag liegt bei 1800 € im Monat.

Beispielrechnung


Angenommen, Ihr monatliches Bruttoeinkommen lag vor der Geburt Ihres Kindes bei 2000 € im Monat. Sofern keine Geschwister vorhanden sind, beträgt das Elterngeld in diesem Fallbeispiel 1300 €.

Gehen wir davon aus, dass Sie trotz der Betreuung des Kindes noch in Teilzeit arbeiten und dabei 900 € brutto monatlich verdienen, wird dieser Betrag von der Berechnungsgrundlage abgezogen. Sie erhalten also 65 % von 1100 € und somit 715 € Elterngeld monatlich.

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Ab Juli 2015: Elterngeld Plus für Eltern, die in Teilzeit arbeiten


Wurde Ihr Kind nach dem 1.7.2015 geboren, können Sie zusätzlich zum Elterngeld das Elterngeld Plus beantragen, sofern Sie in Teilzeit arbeiten. Das Elterngeld wird für Eltern, die in Teilzeit arbeiten, nach der neuen Regelung zwar wie bisher berechnet, doch die Bezugszeit verlängert sich. So soll der zeitliche Mehraufwand für die Arbeit in Teilzeit ausgeglichen werden. Bei einer Arbeitszeit von 30 Wochenstunden verlängert sich die Bezugsdauer des Elterngeldes um zwei Monate. Wenn sich beide Elternteile die Betreuung des Kindes teilen und währenddessen in Teilzeit arbeiten, können sogar beide das Elterngeld Plus beantragen wodurch sich die Förderdauer für die Familie um bis zu vier Monate verlängern kann.

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