Test Blutdruckmessgeräte fürs Handgelenk – Empfehlungen von Stiftung Warentest und Ökotest bezüglich Genauigkeit

Ökotest hat Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk auf Schadstoffe getestet. Im Test wurde aber auch die Messgenauigkeit geprüft. Welche Messgeräte sollte man kaufen?Welche sind genau?

Test Blutdruckmessgeräte fürs Handgelenk


Immer mehr Menschen sollen oder müssen zuhause regelmäßig ihren Blutdruck überprüfen. Zu diesem Zweck gibt es in Apotheken, Sanitätshäusern und auch im Supermarkt Blutdruckmessgeräte für den Eigengebrauch. Gemessen wird je nach Modell am Handgelenk oder am Oberarm. Ökotest hat 2010 Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk getestet. Eine Untersuchung von Stiftung Warentest gab es 2013. Dabei wurde nicht nur die Funktionsweise und Messgenauigkeit, sondern auch der Schadstoffgehalt ermittelt. Doch ist dieser Test wirklich relevant? Was ist denn wichtig, wenn man ein Blutdruck-Messgerät kauft?Wie genau sind Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk?

Der Test von Ökotest




Für den Test 2010 hat Ökotest verschiedene Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk eingekauft, die preislich zwischen 10 und 90 Euro lagen. Produkte vom Discounter waren leider nicht dabei, es wurde nur in Apotheken und Sanitätshäusern eingekauft. Die Messgenauigkeit ließen die Tester von einem unabhängigen Institut überprüfen. Zusätzlich wurden die Messgeräte auf Schadstoffe überprüft. Ökotest wollte wissen, ob sich in den Manschetten möglicherweise giftige Inhaltsstoffe befinden wie zum Beispiel Weichmacher oder phosphororganische Verbindungen. Zu diesem Zweck wurde ein Schadstofftest durchgeführt.

Testsieger Stiftung Warentest 2013: Boso Medistar S für das Handgelenk ist sehr genau

Boso  vollautomatische Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk - den Testsieger bei Stiftung Warentest gibt es in unterschiedlichen Varianten bei Amazon (für weitere Infos hier klicken):

Bei Amazon zeigen

Sind Schadstoffe in Blutdruckmessgeräten wirklich ein Problem?


Bevor wir zu den Testergebnissen Test kommen, sollte man sich doch die Frage stellen, ob der Schadstoffgehalt wirklich ein relevantes Kriterium beim Kauf ist. Denn schließlich wird das Blutdruckmessgerät nur für kurze Zeit auf der Haut am Handgelenk getragen. Selbst bei täglicher Nutzung ist es doch fraglich, ob die Schadstoffbelastung durch das Messgerät nicht zu vernachlässigen ist? Vor allem angesichts der Tatsache, dass wir tagtäglich Schadstoffen in unserer Kleidung, unseren Lebensmitteln und in unserer Umwelt ausgesetzt sind. So gaben auch die Tester zu, dass die Schadstoffbelastung nicht allzu hoch gewichtet werden sollte, da sich die Kontaktzeit bei normaler Nutzung ganz sicher auf wenige Minuten beschränkt. Trotzdem flossen diese Ergebnisse natürlich in den Test ein. Verbraucher sollten sich aber nicht verunsichern lassen. Schauen Sie vor allem auf die technischen Werte und die Messgenauigkeit, denn darauf kommt es beim Kauf eines Blutdruck-Messgerätes schließlich an.


Zwei Blutdruckmessgeräte im Test zeigten ungenaue Messwerte


Wesentlich erfreulicher sind die Messergebnisse. Im Praxistest schnitten alle Geräte mit der Note "gut" ab, außer zwei: das Braun Vital Scan Plus BP 1600 für das Handgelenk und das Oberarm Blutdruck-Messgerät KP 7501 von Polygreen. Bei beiden waren die Messwerte ungenau, die Abweichung war zu groß. Diese beiden Modelle sollten Sie nicht kaufen. Ansonsten kann man eigentlich beim Kauf nicht viel falsch machen. Einige Geräte verfügen über Zusatzfunktionen wie die Möglichkeit, die Messwerte zu speichern. Das kann zwar praktisch sein, macht aber auch die Bedienung komplizierter. Grundsätzlich gab es keinen Unterschied in der Messgenauigkeit zwischen Oberarm- und Handgelenkmessung. Die Messung am Handgelenk ist einfacher und wird von den meisten Personen als angenehmer empfunden. Fazit: Bis auf zwei der Geräte im Blutdruckmessgeräte Test waren alle empfehlenswert. Man muss also für ein gutes Blutdruck-Messgerät nicht unbedingt viel Geld ausgeben.

Lesen Sie auch:

Lesen Sie auch: