Wie wasche ich weiße Wäsche?

Das „weiße Wäsche Waschen“ ist fast schon ein Mythos. Früher wurde weiße Wäsche natürlich gekocht und mühevoll auf einem Waschbrett geschrubbt. Das Durchgaren von weißer Wäsche bei 95° in der Waschmaschine ist jedoch in den seltensten Fällen nötig.


Weiße Handtücher und weiße Bettwäsche leiden zwar nicht unter dem Kochprogramm, aber die 95° Wäsche verbraucht viel Strom und ist nur dann notwendig, wenn die Wäsche wirklich sehr stark verschmutzt ist. Weiße T-Shirts, weiße Blusen und Hemden sowie andere feinere weiße Kleidung sollten Sie hingegen nicht in die Kochwäsche geben. Denn diese Behandlung ist alles andere als schonend für die Textilien. Heutzutage muss weiße Wäsche ganz anders gewaschen werden, mit modernen Waschmitteln lassen sich Energiekosten sparen und Textilien schonen.

Wie viel Grad? Warum Sie weiße Wäsche nicht kochen müssen


Weiße Wäsche muss nur dann gekocht werden, wenn es auf klinische Reinheit ankommt wie zum Beispiel in Krankenhäusern. Die meisten Bakterien sterben jedoch bereits bei 60-70°, eine Kochwäsche ist also nicht unbedingt notwendig. Hinzu kommt außerdem, dass Keime durch moderne Waschmittel auch abgetötet oder aber durch den Waschvorgang aus dem Gewebe heraus gewaschen und später in die Kanalisation gespült werden. Die Bakterien, die dann noch übrig sind, sterben spätestens beim Trocknen an der Luft oder aber beim Bügeln. Es besteht also kein Grund zur Panik, weiße Wäsche muss nicht gekocht werden, damit sich hygienisch ist. Eine Ausnahme besteht jedoch. Allergiker sollten ihre Wäsche mindestens bei 70° waschen und zusätzlich ein spezielles Waschmittel für Allergiker benutzen. Verwenden Sie also zum Waschen weißer Wäsche ein Vollwaschmittel und waschen Sie diese entweder bei 30° (Feinwäsche) oder höchstens bei 60°. So sparen Sie Energiekosten und schonen Ihre Textilien. 

Flecken vor der Wäsche behandeln



Flecken auf weißer Wäsche sind nicht schön und gehen manchmal schwer heraus. Behandeln Sie Ihre Wäsche ganz einfach vor, dann reicht auch eine niedrigere Waschtemperatur. Hinzu kommt außerdem, dass einige besonders hartnäckige Flecken wie zum Beispiel Blut, Fruchtsaft oder Kugelschreiber durch das Kochen nicht besser herausgehen. Warmes Wasser reicht vollkommen. Hier ist es ohnehin wichtiger, den Fleck mit einem geeigneten Flecken Behandlungsmittel zu behandeln. Gallseife ist für alle Flecken geeignet, die Eiweiße oder Fett enthalten. Dazu gehören Blut und Fettflecken. Backpulver kann ebenfalls geeignet sein, hartnäckige Flecken zum Beispiel von Fruchtsäften zu entfernen. Für Kugelschreiber und Schmierfett benötigen Sie eventuell ein spezielles Antifleckenmittel für diese Stoffe. Geht der Fleck gar nicht heraus, können Sie weiße Wäsche mit Chlorreiniger behandeln. Doch Vorsicht, ist die Wäsche nicht rein weiß, gibt es später Farbunterschiede. Die Chlorbleiche wird nach Packungsanweisung aufgetragen.

Color-Waschmittel für weiße Wäsche?



Theoretisch können Sie Color-Waschmittel auch für weiße Wäsche verwenden. Früher wurde gesagt, dass weiße Wäsche mit der Zeit grau wird, wenn man sie nicht mit Vollwaschmittel wäscht. Das stimmt jedoch nur bedingt, es kommt darauf an, wie Sie Ihre weiße Wäsche waschen. Waschen Sie ausschließlich weiße Wäsche separat, ist eine Verfärbung eigentlich nicht möglich. Trotzdem kann es nicht schaden, ein Vollwaschmittel zu verwenden. Dieses enthält etwas Bleichmittel, so dass die Wäsche immer schön weiß bleibt. Mit Vollwaschmittel sollten sich jedoch niemals farbige Textilien waschen, diese bleichen dadurch aus.

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