Kreislaufprobleme bei schwülem Wetter - Wissenswertes für Betroffene

Viele Menschen leiden bei schwülem Wetter unter Kreislaufproblemen und niedrigem Blutdruck. Man fühlt sich schlapp und kraftlos und hat gar keine Lust, etwas zu unternehmen. Doch warum ist das so?
Was ist überhaupt schwüles Wetter und wie entsteht es? Kann man etwas tun, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bekommen?



Was ist schwüles Wetter?


Schwüles Wetter entsteht vor allem im Sommer, wenn es warm ist. Die Luft fühlt sich feucht und drückend an. Die Luftschwüle ist kein meteorologischer Begriff, sondern eher eine Beschreibung aus dem Volksmund. Tatsächlich handelt es sich um eine Wetterlage mit hoher Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit. Die Luftfeuchtigkeit nehmen wir dann als Schwüle war. Das ist auch keine Einbildung, denn feuchte Luft verhält sich beim Einatmen in unserem Körper ganz anders, als trockene Luft.


Auf Phasen hoher Luftfeuchtigkeit folgt meistens im Sommer ein Gewitter oder ein kräftiger Regen. Die aufsteigende Feuchtigkeit führt zu vermehrter Wolkenbildung, so dass es früher oder später beginnt, kräftig zu regnen. Danach ist der Spuk auch meistens vorbei, es klärt auf und die Luft wird wieder trocken.



Wer eine Wetterstation hat, wird schon frühzeitig gewarnt. Denn die guten Geräte zeigen steigende Luftfeuchtigkeit normalerweise zuverlässig an. Eine solche Station ist vor allem für Menschen mit empfindlichem Kreislauf und niedrigem Blutdruck interessant. Wird es draußen schwül, sollte man einen Gang herunter schalten und sich besser schonen, um den Kreislauf nicht zusätzlich zu belasten.

 

 

 

 

Warum wird einem schwindelig bei hoher Luftfeuchtigkeit?


Die Luft hat einen hohen Feuchtigkeitsgehalt, somit sinkt der Sauerstoffgehalt. Wir atmen also weniger Sauerstoff ein, was sich auf den Kreislauf auswirkt. Das ist etwa vergleichbar mit dem Klima in der Höhe. Bei extrem feuchter Luft muss die Lunge also mehr arbeiten, um unser Blut mit Sauerstoff zu versorgen. Deswegen kann empfindlichen Personen bei schwülem Wetter durchaus schwindlig werden, das Wetter schlägt auf den Kreislauf.


Außerdem kommt es zu einem weiteren Phänomen: Das körpereigene Kühlsystem funktioniert nicht mehr so gut. Denn während wir bei trockener Hitze schwitzen und der Schweiß auf der Haut den Körper kühlt, funktioniert das ganze bei feuchter Luft wesentlich schlechter. Der Schweiß kann also seine kühlende Wirkung auf der Haut nicht mehr voll entfalten. Deswegen heizt sich der Körper bei schwüler Wärme stärker auf als bei trockener Wärme. Im Sommer, wenn es heiß und außerdem schwül ist, leidet der Kreislauf deswegen besonders unter der Hitze.


Was kann man tun, um den Kreislauf anzuregen?


Gegen die schwüle Luft kann man eigentlich nicht so viel tun, außer, die Fenster geschlossen zu halten. Die Feuchtigkeit entsteht meistens erst dann, wenn die Sonne ihre volle Kraft entfaltet. Denn sie verdampft aus dem Boden und geht so in die Luft über. Der beste Tipp ist daher, an solchen Tagen die Fenster morgens nach dem Aufstehen zu schließen und tagsüber geschlossen zu halten. Wer eine Klimaanlage hat, hat Glück, denn so lässt sich die Luft aufbereiten und gleichzeitig trocken halten. Glücklicherweise kommt heißes, schwüles Wetter bei uns in Deutschland hauptsächlich im Sommer vor, so dass sich solche Tage irgendwie überbrücken lassen. Wäre es dauerhaft feucht und heiß, würde sich unser Körper an dieses Klima gewöhnen.

Lesen Sie auch: