Maki-Sushi selber machen – Rezepte und Anleitungen für Anfänger mit Videos

Die Herstellung perfekter Sushi ist eine Kunst. Hier erfährst Du, wie Du auch zuhause einfache Maki-Sushi selbst zubereiten kannst.


Maki-Sushi, einfache Sushi auch für Anfänger


Japanische Sushi sind einfach köstlich und gesund. Um in den Genuss dieser leichten Leckerbissen zu kommen, musst Du nicht immer in ein japanisches Restaurant gehen. Einfache gerollte Sushi lassen sich mit ein wenig Übung auch selbst herstellen.


Unter Maki-Sushi versteht man alle gerollten Sushi-Varianten, die es mit vielen verschiedenen Füllungen gibt. Die beliebtesten Füllungen sind Thunfisch, Lachs oder Gurke. Du kannst Deine Sushi stilecht mit rohem Fisch füllen oder aber auch einfach Thunfisch aus der Dose verwenden. Wer jetzt glaubt, das sei ein Frevel, dem sei gesagt, dass auch in Japan einfache Sushi an Kiosken oder in Supermärkten angeboten werden, die mit gekochtem Thunfisch gefüllt sind. Im Prinzip kannst Du alles in Deine Maki füllen, was Dir schmeckt. Zu Anfang ist es jedoch ratsam, sich an die traditionellen Zutaten zu halten, die im Sushi Rezept aufgeführt sind. Mild schmeckende Gemüse und ungewürzte Fischsorten harmonieren perfekt mit dem gesäuerten Reis und dem leichten Jodgeschmack des Algenblattes (Nori).

Pro Maki-Sushi Rolle sollten maximal zwei verschiedene Zutaten für die Füllung verwendet werden, idealerweise also eine Fisch- und eine Gemüsesorte.

Das Maki-Sushi Rezept



Zutaten für 4 Personen:

350g Sushi-Reis

2 EL Zucker

4 EL Reisessig

1 TL Salz

8-10 Noriblätter (wenn erhältlich geröstete)

ca. 250g Fisch (z.B. roher Lachs, Räucherlachs, roher Tunfisch oder geräucherte Forelle)

etwas Gemüse ( z.B. Salatgurke, Avocado, Karotte, Frühlingszwiebel)

süß-sauer eingelegter Ingwer

Wasabi

japanische Sojasauce zum Beispiel von Kikkoman

Kochgeschirr:

1 Bambusmatte für Sushi ( Makisu)

1 sehr scharfes, großes Messer


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Die Vorbereitung der Maki-Sushi


Zuerst wird der Sushi-Reis unter Wasser gewaschen und nach Packungsanweisung oder im Dampf- oder Reiskocher gekocht. Es ist ganz wichtig, dass es sich um Sushi-Reis handelt, mit normalem Reis funktioniert es leider nicht.

Zum Säuern des Reises wird nun die Sushi-Zu zubereitet. Dazu wird der Essig zusammen mit dem Zucker und dem Salz in der Mikrowelle oder auf dem Herd erwärmt, bis sich Zucker und Salz aufgelöst haben. Gesäuert wird der Reis in einer ausreichend großen Schüssel, Japaner nehmen dazu einen Bambus Bottich, eine andere metallfreie Schüssel tut es aber auch. Wichtig ist, den Sushi-Zu langsam unter den Reis zu rühren, damit er sich gleichmäßig verteilen kann. Während der Reis abkühlt, sollte er immer wieder gut durchmischt werden.

Sushi Reis herstellen - Anleitung als Video von Chefkoch



In der Zwischenzeit können Fisch und Gemüse vorbereitet werden. Die Fischfilets werden in hauchdünne Streifen geschnitten, das Gemüse wird geputzt und in eine sushitaugliche Form gebracht, also in Streifen, die ungefähr so lang sind, wie das Noriblatt breit ist, mit einem Durchmesser von ca. 5 Millimetern.

So werden die Maki-Sushi gerollt

Nico's home made studio zeigt Dir, wie man Sushi Maki rollt



Die ersten Sushi sind meistens eher lecker als optisch perfekt. Aber, das macht nichts. Die wahre Kunst der Sushiherstellung überlassen wir den Meistern, wir möchten lediglich ein paar köstliche Häppchen zubereiten. Dennoch, mit etwas Übung sehen sie gar nicht so schlecht aus!

Die Bambusmatte wird flach mit den Fäden nach außen auf eine geeignete Arbeitsfläche gelegt. Darauf kommt mittig das Noriblatt. Mit einem Messer wird eine dünne, lückenlose Schicht Reis aufgebracht, bis das ganze Noriblatt bedeckt ist, wobei man ringsum einen Rand von einem halben Zentimeter freilassen sollte. In die Mitte wird die Füllung als schmaler Streifen gelegt. Wie dick die Füllung sein soll, ist natürlich Geschmacksache, der kleine Finger ist ein gutes Maß. Auf die Füllung streicht man einen Hauch Wasabi, Vorsicht, der japanische Meerrettich ist sehr scharf!

Das gefüllte Noriblatt wird nun mit der Matte aufgerollt. Dazu hebt man die Matte etwas an und rollt das ganze Konstrukt vorsichtig unter Zuhilfenahme beider Daumen zusammen. Damit sich alles gut verbindet, wird die Sushirolle mit leichtem Druck auf dem Tisch hin- und hergerollt, wobei man es damit auch nicht übertreiben darf. Jetzt kann die Bambusmatte wieder geöffnet und die Sushirolle bis zum Servieren kühl gestellt werden.

So verfährt man auch mit den restlichen Noriblättern, bis Reis, Fisch und Gemüse aufgebraucht sind. Variieren Sie die Füllung ruhig in jeder Rolle, auch rein vegetarische Rollen kommen meistens sehr gut an.

Vom Berg im See, oder wie Du Sushi servieren kannst



Zum Anrichten werden die Rollen in 1,5 bis 2 Zentimeter dicke Scheiben geschnitten. Dazu benötigst Du unbedingt ein sehr scharfes Messer, damit die Rollen beim Schneiden nicht auseinander fallen. Besser geht es zudem, wenn Du das Messer zwischendurch in kaltes Wasser tauchst.

Serviert werden die Maki-Sushi mit Wasabi, Sojasauce und eingelegten Ingwerscheiben. Bereite für jeden Deiner Gäste ein kleines, flaches Schälchen zu. In die Mitte setzt Du einen Kegel aus Wasabi, den Du mit Sojasauce umgießt. Ein Berg in einem See. Den Ingwer kannst Du in einem separaten Schälchen servieren oder eine kleine Portion davon neben dem Kegel platzieren.

Gegessen werden die Sushi mit Stäbchen. Man sticht mit einem Stäbchen ein kleines Stückchen des Berges ab und verteilt ihn im See. Darin werden die Sushi kurz eingetaucht und zusammen mit einem kleinen Stückchen Ingwer zum Mund geführt. Dazu gibt es Matcha oder Sake.

Spätestens jetzt wirst Du feststellen: Maki-Sushi selber machen lohnt sich auf jeden Fall!


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