Powerbank Test von Stiftung Warentest: die besten Zusatzakkus fürs Smartphone im Vergleich

powerbank im test
Mini Powerbank
Vor allem jetzt, da Pokémon Go überall gespielt wird, ist die Nachfrage nach zusätzlichen Akkus für das Smartphone groß. Denn für die Tour mit dem Smartphone durch die Stadt reicht bei permanentem Kamerabetrieb der interne Akku oft nicht aus.
Eine sogenannte Powerbank ist ein zusätzlicher Akkupack für das Telefon, Tablet oder Notebook. Die kleinen, handlichen Speicher lassen sich per USB-Kabel ans Smartphone anschließen. Stiftung Warentest hat verschiedene Modelle getestet (Quelle: "Test", Ausgabe 6/2016). Das erstaunliche: schon für wenig Geld kann man einen vernünftigen Zusatzakku kaufen.

Powerbanks im Test von Stiftung Warentest


Stiftung Warentest hat für die Ausgabe Juni 2016 große, mittlere und kleinere Powerbanks getestet. Die Kapazitäten waren unterschiedlich. Zu einem eindeutigen Ergebnis kamen die Tester: Die schwächeren Akkus sind nicht unbedingt billiger als die leistungsstärkeren. Zusatzakkus mit mindestens 10.000 Milliamperestunden sind am effizientesten. Sie reichen normalerweise für 2-3 zusätzliche Ladevorgänge des Smartphone Akkus.

Aber auch für die kleinen Zusatzakkus gibt es durchaus Argumente, zumindest dann, wenn sie deutlich kleiner und leichter sind und in die Jackentasche passen. Sie liefern Nennkapazitäten zwischen 2000 und 3000 Milliamperestunden. Das reicht immerhin aus, um das Smartphone einmal aufzuladen. Für viele Anwendungen reicht die einmalige Zusatzaufladung möglicherweise schon aus.

Einige Zusatzakkus bieten sogar zwei USB Ausgänge, so lassen sich mehrere Geräte parallel laden. Das ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn die Powerbank eine hohe Kapazität aufweist.


Im Test zeigten sich Unterschiede zwischen Herstellerangaben und tatsächlicher Ladungsmenge


Stiftung Warentest bemängelt, dass die Herstellerangaben nicht immer genau waren. Im Test lieferte ein Modell 1000 Milliamperestunden weniger, als vom Hersteller ausgewiesen.

Tatsächlich kommt es immer zu einem Spannungsverlust bei der Nutzung von Powerbanks. Die Nennspannung der Akkus liegt normalerweise bei 3,6 V. Zum Aufladen des Mobilfunkgerätes über den USB-Anschluss, muss die Energie auf 5 V transformiert werden. Bei dieser Umwandlung geht ein Teil der Ladung verloren, sodass die tatsächliche Leistung immer etwas niedriger ist.

Testsieger Powerbanks


Stiftung Warentest hat 20 Akkupacks mit unterschiedlichen Kapazitäten getestet.

Kategorie: Kleine Powerbank

In der Kategorie kleiner Zusatzakku mit einer Kapazität von bis zu 3000 Milliamperestunden erzielten der Realpower (Ultron) PB-2600 und der Samsung EB-PA300U die besten Ergebnisse. Beide Produkte wurden mit der Testnote 2,5 bewertet. Das Modell von Realpower ist mit rund 17 € deutlich günstiger als die Powerbank von Samsung (ca. 28 €). Außerdem ist das Produkt von Samsung nicht so klein und kompakt.


realpower powerbank

Testsieger:Realpower PB-2600 mobiles Ladegerät mit integrierter LED-Taschenlampe in vielen Farben bestellbar 



Kategorie: Mittlere Kapazität

Bei den mittleren Kapazitäten (5200 bis 6000 mAh) erreichte die Ednet Power Bank 5200 mit der Note 2,1 das beste Ergebnis. Auch dieser Testsieger ist günstig, der Preis liegt bei rund 20 €. Ebenfalls mit guten Noten bewertet wurden die Hama Power Pack Fusion 5600 für ca. 26 €, die GP FN05M für ca. 20 € und die PNY AD5200 für ca. 18 €. Der Testsieger von Ednet ist auch mit höherer Kapazität bestellbar.


ednet 31890 Power Bank mit LED-Display, Kapazität: 5.200 mAh, 1x USB Port (2,1A) + Micro USB



 Kategorie: leistungsstarker Akkupack

In der Kategorie große Powerbank mit einer Kapazität zwischen 10.000 und 13.000 mAh ging die Intenso Slim Powerbank S10000 als Testsieger hervor. Sie erhielt die Testnote „sehr gut“ und kostet etwa 28 €. Nicht viel schlechter schnitt die Revolt (Trust) Cinco Powerbank 13000 ab, allerdings kostet dieses Produkt etwa 60 €, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist also deutlich schlechter.

Testsieger 20016: Intenso Powerbank 7332532-141507 Slim externes Ladegerät (10000mAh) 


Fazit: Kapazität ist keine Preisfrage


Höchstens aus Platzgründen kann es sich lohnen, eine Powerbank mit geringer Leistung zu kaufen, wenn sie beispielsweise in der Handtasche verstaut werden muss. Allerdings sind die Größenunterschiede teilweise gering. Deswegen lohnt sich der Kauf eines Produktes mit geringer Kapazität eigentlich nicht. Denn die Kapazität ist nicht unbedingt ausschlaggebend für den Preis. Die Preise unterscheiden sich kaum, bei den größeren Powerbanks bekommen Sie also wesentlich mehr Leistung für Ihr Geld.

Wie gut sind Zusatzakkus mit Solarzellen?


Im Test von Stiftung Warentest waren auch Zusatzakkus mit Solarzellen. Es wurden zwei Powerbanks mit Solarzellen getestet. Im Test dauert das Aufladen der Powerbank ziemlich lange, nach 7 Stunden war der Akku nur zu einem Bruchteil geladen. Stiftung Warentest empfiehlt Solarakkus deswegen nicht, da es viel zu lange dauere, das Smartphone über diese Akkus mit Energie zu versorgen. Die Solarprodukte erhielten die Testnote „befriedigend“.

Trotzdem haben Zusatzakkus mit Solarzellen ihre Berechtigung, nämlich dann, wenn eine Stromversorgung aus der Steckdose nicht möglich ist. Für Outdoor Aktivitäten wie zum Beispiel mehrtägige Wanderungen durch die Natur, Reisen durch unerschlossene Gebiete, Camping in der Natur etc. sind Akkus mit Solarbetrieb eine interessante Alternative.

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