Schnarchstopper Test – was funktioniert wirklich?

Schnarchstopper versprechen Hilfe gegen das lästige Schnarchen. Stiftung Warentest hat 2003 bereits über 30 Geräte und Mittel gegen das Schnarchen getestet. Bei keinem konnte eine nennenswerte Wirkung nachgewiesen werden. Was hat sich seitdem getan?
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 Schlafapnoe, wenn Schnarchen nicht mehr harmlos ist


Schnarchen kann völlig harmlos sein. In manchen Fällen weist das Schnarchen jedoch auf ein ernst zu nehmendes Problem hin: die Schlafapnoe.

Schlafstörungen nehmen in den Industrienationen stetig zu. Immer mehr Menschen leiden an den verschiedensten Störungen des Schlafes. Chronische Müdigkeit, Unkonzentriertheit und eine höhere Infektanfälligkeit sind nur einige der möglichen Folgen. Die Gründe hierfür liegen mitunter in unserem immer lebensfeindlicher werdenden Alltag. Druck und Stress am Arbeitsplatz, mangelnde Entspannung, Bewegungsmangel, Sorgen und Probleme bis hin zu schweren seelischen Erkrankungen können zu Schlafstörungen führen.

Die obstruktive Schlafapnoe ist eine ernst zu nehmende Schlafstörung. Sie betrifft ca. 4 % der Männer und nur etwa halb so viele Frauen und tritt fast ausschließlich im Erwachsenenalter auf, meistens erst ab dem 30. Lebensjahr.

Was passiert bei einer Schlafapnoe?


Bei der Schlafapnoe treten Atempausen, sogenannte Apnoen, im Schlaf auf. Die Dauer dieser Atempausen reicht von 10 Sekunden bis zu 2 Minuten. In besonders schweren Fällen sind schon über 600 Apnoen in einer Nacht gemessen worden.

Im Schlaf nimmt der Muskeltonus für gewöhnlich etwas ab, bei Patienten mit einer obstruktiven Schlafapnoe geschieht dies verstärkt. Dadurch entstehen ein sogenannter Kollaps im Rachenbereich und eine Verengung der oberen Atemwege. Durch die Atempausen kommt es zu einem Sauerstoffmangel, der im Gehirn sofort eine Gegenreaktion auslöst und den Patienten kurzzeitig erwachen lässt. Der Rachen öffnet sich wieder und es folgen meist mehrere Atemzüge, wodurch sich der Sauerstoffgehalt im Blut wieder normalisiert. Durch das Öffnen des verschlossenen Rachens entstehen laute Schnarchgeräusche, die typisch für die Schlafapnoe sind. Obwohl die meisten Patienten von diesen nächtlichen Atempausen nicht viel mitbekommen, wird der Schlaf ständig unterbrochen, sodass die nötige Erholung im Schlaf nicht stattfinden kann.

Wann muss an eine Schlafapnoe gedacht werden?


An eine obstruktive Schlafapnoe muss immer gedacht werden, wenn folgende Symptome vorliegen: Lautes und unregelmäßiges Schnarchen, Übergewicht, Bluthochdruck, unerholsamer Schlaf, Tagesschläfrigkeit, Kopfschmerzen am Morgen, Schwitzen im Schlaf und Gereiztheit oder Depressionen.

Eine obstruktive Schlafapnoe kann mitunter ernsthafte Folgeerkrankungen mit sich bringen wie z.B. Bluthochdruck, Herzschwäche und Herzinfarkt, chronische Müdigkeit, Depressionen sowie erhöhte Unfallgefahr im Alltag oder Straßenverkehr.

Diagnose und Therapie gegen Schnarchen














 Ob tatsächlich eine Erkrankung vorliegt, kann in einem Schlaflabor untersucht werden. Therapeutische Maßnahmen in leichten Fällen versuchen zunächst die Ursachen zu beheben wie Übergewicht oder Schlaf in Rückenlage. Schlafmittel und Medikamente mit beruhigender Wirkung verschlimmern das Problem eher und sollten gemieden werden. In schwereren Fällen wird eine apparative Therapie in Form einer speziellen Atem-Maske (CPAP-Maske) angewendet. Von Schnarchstoppern aus dem Internet ist abzuraten, wenn die Ursachen nicht ärztlich festgestellt wurden. Einige Schnarchstopper im Test können sogar gefährlich werden.

Sollten organische Ursachen für die obstruktive Schlafapnoe vorliegen, wie Polypen oder Verengungen der Nasenscheidewand, müssen diese gegebenenfalls operativ entfernt werden. Auch eine Allergie kann als Ursache in Betracht kommen, sodass eine Therapie mit Medikamenten oder Sprays angebracht sein kann.

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