Taschenfederkernmatratze oder Kaltschaummatratze: Vorteile und Nachteile im Vergleich

Welche Matratze kaufen?


Welche Vor- und Nachteile haben Taschenfederkernmatratzen im Vergleich zu Kaltschaummatratzen? Es gibt in beiden Kategorien gute Matratzen, doch die Unterschiede sollte man kennen.
Jahrzehntelang war die Federkernmatratze die einzige Matratzenart, die in Deutschland gebräuchlich war. Federkernmatratzen unterscheiden sich in der Bauweise, die einfachen Bonellfederkernmatratzen sind vergleichsweise hart und nicht punktelastisch. Wesentlich besser sind die sogenannten Taschenfederkernmatratzen, bei denen senkrecht angeordnete Federn in Taschen vernäht sind. Die hochwertigsten Federkernmatratzen sind sogenannte Tonnentaschenfederkernmatratzen. Je höher die Anzahl an Federn, desto besser ist die Matratze.

Inzwischen hat sich die Kaltschaummatratze in Deutschland weitestgehend durchgesetzt. Sie ist heute die am häufigsten gekaufte Matratzenart. Das liegt vor allem am günstigen Preis und den Liegeeigenschaften. Immer wieder gehören Kaltschaummatratzen zu den Testsiegern zum Beispiel bei Stiftung Warentest. Doch jede Matratze ihre Vorteile und Nachteile, die vor dem Kauf bedacht werden sollten.

Kaltschaummatratzen


Kaltschaummatratzen (auch Schaumstoffmatratzen genannt) gibt es in unterschiedlicher Qualität, hierbei sollte nicht gespart werden, denn nur die etwas höherwertigen Modelle unterstützen die Wirbelsäule auch wirklich gut. Eine Kaltschaummatratzen sollte mindestens drei Zonen aufweisen und vom Händler in mindestens drei Härtegraden angeboten werden. Die Härtegrade werden nach Körpergewicht ausgewählt und nicht nach persönlicher Vorliebe. Halten Sie sich an die Gewichtsangaben der Hersteller, da es keine einheitliche Norm für den Härtegrad von Matratzen gibt.

Eine gute Kaltschaummatratze ist punktelastisch, der Körper sinkt so weit ein, dass Bereiche wie die Schulter entlastet werden. Gleichzeitig wird die Wirbelsäule gestützt und in aufrechter Position gehalten.

Vorteile


  • Kaltschaummatratzen sind vergleichsweise günstig, die besten Matratzen im Test zum Beispiel von Stiftung Warentest gibt es schon ab etwa 280 €.
  • Eine Kaltschaummatratze ist bequem und weist gute Liegeeigenschaften auf, sofern es sich um eine hochwertige Matratze handelt.
  • Die Matratzen sind nicht schwer, sie werden üblicherweise im Vakuum verpackt und müssen nicht einmal als Sperrgut versendet werden. Dementsprechend niedrig sind die Versandkosten.


Nachteile von Kaltschaummatratzen


  • Es gibt große Qualitätsunterschiede bei den im Handel erhältlichen Kaltschaummatratzen. Die schlechten Matratzen sind entsprechend schlecht, die guten sind sehr gut.
  • Wer zum Schwitzen neigt, entscheidet sich besser für eine andere Matratzenart, den Schaumatratzen sind vergleichsweise warm.
  • Bei minderer Qualität entstehen mit der Zeit Kuhlen.
  • Aufgrund der erhöhten Kompression sind Kaltschaummatratzen nicht für extrem schwere Menschen empfehlenswert.
  • Eine Schaumatratze muss auf einen für diese Matratzenart geeigneten Lattenrost (geringe Abstände zwischen den Latten) gelegt werden. Lattenrost und Matratze sollten ideal aufeinander abgestimmt werden. Die Einstellungen des Lattenrostes müssen für jede Person individuell gewählt werden.
  • Kaltschaummatratzen sind nicht so langlebig wie gute Federkernmatratzen.


Diese Kaltschaummatratzen waren Testsieger bei Stiftung Warentest

Bodygueard Matratze von Bett1 - hier ein Testbericht

Badenia Bettcomfort Kaltschaummatratze mit Noppenauflage Trendline

MALIE 7-Zonen Kaltschaummatratze


Vorteile von Taschenfederkernmatratzen


  • Gute Taschenfederkernmatratzen stützen die Wirbelsäule optimal. Sie weisen mindestens drei Zonen auf und sind in unterschiedlichen Härtegraden bestellbar.
  • Je höher die Anzahl der Federn, desto besser ist die Matratze. Hochwertige Tonnentaschenfederkernmatratzen sind sehr punktelastisch, sie passen sich optimal an den Körper an und sorgen für eine Druckentlastung.
  • Alle Matratzen mit Federkern haben eine gute Belüftung, das ist vorteilhaft für Menschen, die stark schwitzen.
  • Die Matratzen sind stabil und halten auch ein höheres Körpergewicht über längere Zeiträume aus.
  • Federkernmatratzen sind langlebig, sie halten in der Regel fast doppelt so lange wie Kaltschaummatratzen.


Nachteile von Federkernmatratzen


  • Bei vergleichbarer Qualität sind Federkernmatratzen immer teurer als Kaltschaummatratzen, hierbei sollte aber die höhere Nutzungsdauer beachtet werden.
  • Einstellungen des Lattenrostes haben keine Auswirkung auf die Matratze, das ist ein Nachteil, aber kann auch als Vorteil gesehen werden. Denn das komplizierte Einstellen des Lattenrostes entfällt.
  • Die Matratzen sind schwer und sperrig.
  • Eine Taschenfederkernmatratze kann im Bett Geräusche verursachen, wenn man sich nachts dreht. Schlafen zwei Personen auf einer durchgehenden Doppelmatratze, bewegt sich die gesamte Matratze. Deswegen empfiehlt es sich für ein Ehebett, besser zwei separate Matratzen zu kaufen.

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