Elektrischer Rasenlüfter Test: ein günstiges Gerät kann im Vergleich überzeugen



Ein elektrischer Rasenlüfter vereinfacht die Gartenarbeit. Es hilft, die Wiese zu pflegen und entfernt den Rasenfilz. Im Vergleich zu einem handbetriebenen Gerät ist es natürlich sehr viel komfortabler.
Ab einer gewissen Gartengröße macht die Anschaffung daher Sinn. Doch welcher elektrische Rasenlüfter kann im Test überzeugen? Welcher hat die besten Kundenbewertungen und was empfehlen unabhängige Experten?

Funktionsweise eines Rasenlüfters


Rasenlüfter gibt es auch als einfache, manuelle Gartengeräte. Die elektrische Variante arbeitet ähnlich, sie muss allerdings nicht mit Muskelkraft bewegt werden. Das Funktionsprinzip ähnelt dem klassischen Rechen, die Zargen sind bei einem Rasenlüfter jedoch feiner. Der Rasen wird mit dem Gerät gereinigt, es entfernt Laub, Moos, Stöckchen und andere unerwünschte Dinge, die sich auf der Wiese gesammelt haben. So kann der Rasen besser atmen und wächst schöner.

Die Zargen des Lüfters dringen nicht tief in den Boden ein, sondern nur oberflächlich. Man kann damit Moos und Rasenfilz entfernen und den Boden ganz leicht auflockern. Die Verwendung ist einfach, der Rasenlüfter wird nur über die Fläche gezogen.


Verwendung eines Rasenlüfters


Für kleinere Flächen reicht ein manuelles Gerät, für eine größere Wiese sind die elektrisch betriebenen Rasenlüfter praktisch. Man verwendet sie vor allem, um Moos, Laub und weitere lose Bestandteile zu entfernen. Je nach Jahreszeit empfiehlt sich die Anwendung im Abstand von 4-6 Wochen, im Herbst naturgemäß öfter, wenn viel Laub gefallen ist. Mit dem Gerät können auch Grasreste nach dem Mähen beseitigt werden.

Werden die lose liegenden Teile nicht entfernt, erstickt der Rasen förmlich. Deswegen ist die Anwendung hilfreich, sie pflegt eine schöne Wiese und verhindert die Moosbildung. Leichte Vermoosungen können damit auch schonend entfernt werden.



Verschiedene Arten elektrischer Rasenlüfter


Es gibt verschiedene Varianten dieses elektrischen Gartengerätes. Sie unterscheiden sich im Funktionsumfang und in der Bauweise.



Rasenlüfter mit Elektromotor

Dies ist das klassische Modell, die Zargen werden über einen Motor bewegt. Der elektrische Rasen Lüfter wird mit Strom betrieben, es gibt die Geräte natürlich auch mit Akku, diese sind aber teurer und weniger leistungsstark. Die Anschaffung eines Modells mit Elektromotor ist sinnvoll, denn schließlich ist das Gerät vor allem für größere Rasenflächen vorteilhaft. Zu unseren Testsiegern gehören ausschließlich Modelle mit Stromkabel sowie Kombigeräte. Modelle mit Akku sind im Test wenig überzeugend, wer ohne Kabel arbeiten möchte, sollte besser ein Gerät mit Benzinmotor kaufen. Auch bei den einfachen Geräten bestehen in der Regel verschiedene Einstellungsmöglichkeiten, so kann die Belüftungsstärke über die Lüfterwalze reguliert werden. Im Vergleich zu benzinbetriebenen Geräten sind Modelle mit Elektromotor natürlich sehr viel leiser und einfacher in der Handhabung.


Rasenlüfter mit Benzinmotor 


Ähnlich wie bei Rasenmähern gibt es bei den Rasenlüftern ebenfalls mit Benzinmotor ausgestattete Modelle. Wir haben diese Variante für unseren Testbericht nicht berücksichtigt, da es ausschließlich um Elektro-Lüfter geht. Benzingeräte sind robuster als Modelle mit Elektromotor. Wer also die Befüllung mit Benzin und die Lautstärke nicht scheut, entscheidet sich möglicherweise für ein solches Modell, vor allem bei größerer Fläche. Die Leistung ist nämlich deutlich höher als bei einem elektrisch betriebenen Lüfter und es wird kein Stromanschluss benötigt.


Kombinationsgeräte

Natürlich gibt es auch geeignete Kombinationsgeräte, mit denen der Rasen nicht nur gereinigt und belüftet, sondern gleichzeitig auch vertikutiert werden kann. Sie dienen meist vorrangig als Vertikutierer. Kombigeräte sind meistens deutlich teurer in der Anschaffung und sie erledigen nicht jede Aufgabe so gut, wie die Spezialisten. Aber es gibt auch einen Testsieger in dieser Kategorie.


Aerifizierer

Der Aerifizierer arbeitet nach einem anderen Prinzip, er belüftet den Boden, befreit ihn aber nicht von Laub oder Moos. Solche Geräte bringen Belüftungslöcher per Druck in den Boden. Die Anwendung ist umstritten, daher haben wir dieses Prinzip nicht für unseren Test berücksichtigt.

Elektrischer Rasenlüfter Test

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Vor-und Nachteile im Überblick:

Vorteile

  • Arbeitet sehr effizient, funktioniert einwandfrei
  • Geringes Eigengewicht von 7kg
  • Sehr leise
  • Keine Kraftprobleme
  • 48 Metallkrallen sorgen für gründliche Reinigung (viele Konkurrenzprodukte haben nur 20)
  • Günstiger Preis


Nachteile


  • Auffangbehälter ist etwas klein, muss häufiger geleert werden
  • Auffangbehälter befindet sich vorne, was etwas umständlich ist, wenn man z. B. an eine Mauer oder Hecke heran möchte.
  • Verlängerungskabel rutscht schnell aus der Halterung

 

 

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Vorteile:

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  • Beste Lüftungsergebnisse im Test durch spezielle Walze, entfernt Verfilzungen und Moos sehr gründlich
  • 50-Liter-Fangbox, muss nicht ständig geleert werden



Nachteile

  • Schlechte Bedienungsanleitung
  • Fangkorb wirkt etwas instabil, hält aber
  • Mit 9,4 kg etwas schwerer
  • Viele Teile des Gerätes sind aus Plastik gefertigt, Kunden empfinden dies als weniger wertig, es beeinträchtigt jedoch nicht die Funktion.

 

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Vorteile

  • Kombigerät, auch als Vertikutierer nutzbar
  • Vertikutierleistung sehr gut, Belüftungsleistung befriedigend
  • einfach in der Handhabung
  • Auffangsack ist hinten angebracht, das ist praktischer
  • Starke Leistung mit 1300 Watt



Nachteile

  • Als Vertikutierer ist dieses Kombigerät besser, als als Lüfter. Das ist bei Kombigeräten ein grundsätzliches Problem. Wer hauptsächlich einen Lüfter sucht, sollte es nicht kaufen. Lüftungsleistung ist nur durchschnittlich, aber im Vergleich mit anderen Kombimodellen gut.
  • Muss vor dem Wechsel auf Lüfter umgebaut werden (ist aber einfach)
  • Auffangsack ist auch hier zu klein

 Rasenlüfter kaufen - worauf achten?


Mit den auf dieser Seite vorgestellten Testsiegern machen Sie nichts falsch, sie haben sehr gute Bewertungen und werden von Gartenexperten empfohlen. Es gibt allerdings noch einige Aspekte, die Sie beim Kauf beachten sollten, um das für Sie und Ihr Anwendungsprofil passende Gerät zu finden.

Die Belüftungsgeräte unterscheiden sich in der Schnittbreite. Sie variiert je nach Modell zwischen 10 cm und 40 cm. Mit einer größeren Schnittbreite können Sie eine größere Rasenfläche innerhalb kurzer Zeit bearbeiten. Beachten Sie jedoch, dass Geräte mit größerer Schnittbreite nicht ganz so handlich und wendig sind. Für schmale Bereiche oder Rasenkanten sind sie weniger gut geeignet. Trotzdem empfiehlt sich ein Modell mit mindestens 30 cm Schnittbreite für alle größeren Rasenflächen, da die Arbeit mit einem schmalen Modell wesentlich länger dauert.

Je nach Antriebstechnik und Schnittbreite unterscheidet sich natürlich auch das Gewicht. Es sollte immer in Relation zur Leistung stehen, die besten Geräte im Test haben trotz guter Leistung ein vergleichsweise geringes Eigengewicht.


Rasenlüfter oder Vertikutierer - was ist der Unterschied?


Da diese Frage zu den am häufigsten gestellten gehört, wollen wir kurz darauf eingehen. Ein Vertikutierer dient ebenfalls der Rasenpflege, das Gerät schneidet horizontal wachsende Graswurzeln. Die vertikal wachsenden Graswurzeln hingegen bleiben stehen. Diese Prozedur kann einmal im Jahr durchgeführt werden, danach ist aber meistens eine neue Aussaat vonnöten. Daher werden Vertikutierer vor allem zur Bearbeitung von älteren Rasenflächen verwendet, die in einem schlechten Zustand sind oder ungleichmäßig gewachsen sind. Nach der Anwendung ist die Wiese optisch teilweise zerstört, der Boden erholt sich aber wieder und das Gras wächst gleichmäßiger nach.

Der Rasenlüfter hingegen ist ein Gerät, das den Boden weitestgehend schont. Es entfernt Moos, Laub und andere Dinge von der Wiese und dringt nur ein wenig in den Boden ein, um ihn zu lockern. Die Anwendung dient der Rasenpflege und kann in regelmäßigen Abständen, beispielsweise alle sechs Wochen, durchgeführt werden.


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