Wasserkocher ohne Schadstoffe im Test von Stiftung Warentest und Ökotest

Wasserkocher aus Glas sind schadstofffrei

Stiftung Warentest und Ökotest haben mehrfach Wasserkocher getestet, unter anderem in einem großen Wasserkocher Test im Jahre 2012 und 2015. Viele Modelle aus Kunststoff enthielten leider Weichmacher, die ins Wasser übergehen.
Welcher Wasserkocher ist ohne Schadstoffe? Die getesteten Geräte gibt es teilweise immer noch, inzwischen sind neue Geräte erhältlich, die keine Schadstoffe ans Wasser abgeben, weil sie aus Edelstahl oder Glas gefertigt sind.


Wasserkocher Test auf Schadstoffe von Stiftung Warentest


Wasserkocher sind praktisch, sie erhitzen Wasser schnell und energiesparend. Ein guter Wasserkocher benötigt keine 3 Minuten, um 1 l Wasser auf 100° zu erhitzen. Doch es gibt große Unterschiede bei den im Handel erhältlichen Produkten. Nicht nur die Ausstattung unterscheidet sich, das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist das Material des Kochers selbst. Was ist von schicken Glas Wasserkochern oder Edelstahl Wasserkochern zu halten? Sind sie ihren hohen Preis wert? 2012 hat Stiftung Warentest 18 Wasserkocher untersucht. Alle Modelle aus Kunststoff (bis auf eine Ausnahme) vielen durch eine hohe Schadstoffbelastung auf, Weichmacher aus Kunststoffen und Flammschutzmittel gehen in das Kochwasser über. Alle Kocher aus Glas waren schadstofffrei.
Ökotest hat leider auch in einem Modell (dem Kenwood Wasserkocher kMix SJM 034) aus Edelstahl Chrom und Nickel gefunden, beide Stoffe waren im Wasser nachweisbar. (ÖKO-TEST November 2015)

Empfehlung: Kunststoff enthält Weichmacher und andere Schadstoffe, die ins Kochwasser übergehen können. Edelstahl kann mit Chrom und Nickel belastet sein. Kaufen Sie daher ein Modell aus Glas.

Den Funktionstest haben übrigens alle Geräte bestanden, sie alle waren in der Lage, Wasser in der vorgegebenen Zeit zum Kochen zu bringen.

Grundsätzlich ist das Fazit eindeutig: Kaufen Sie einen Wasserkocher aus Glas. Diese Geräte sind schadstofffrei.

Testnote Gut (keine Schadstoffe nachweisbar): 

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Edelstahl oder Glas - was ist besser?


Glas Wasserkocher sehen schick aus, teilweise sind sie sogar mit LEDs beleuchtet. Sie erhitzen das Wasser besonders schnell, was auch daran liegt, dass das Glas nicht so gut isoliert. Was für die Geschwindigkeit einen Vorteil bietet, ist auch ein Nachteil. In einem Glas Wasserkocher bleibt das Wasser nicht lange heiß, es sollte sofort verwendet werden. Nicht zuletzt sind Glas Wasserkocher natürlich nicht bruchsicher, wenn sie herunterfallen, können sie zerbrechen. Ansonsten sind die Kocher aus Glas aber auf jeden Fall empfehlenswert, Glas ist schadstofffrei und einfach zu reinigen. Wenn sich im Inneren Kalk bildet, hilft ein handelsüblicher Entkalker. Man kann auch mit einem Scheuerschwamm nachhelfen, das macht dem harten Material Glas nichts.

Edelstahl Wasserkocher sind etwas teurer und sie werden gerne auch aufgrund ihrer schicken Optik gekauft. Vorsicht, es gibt einige Modelle, die von innen aus Kunststoff bestehen und nur außen mit Edelstahl ummantelt sind. Eigentlich ist Edelstahl schadstofffrei, doch Ökotest hat 2015 Chrom und Nickel in einem Modell von Kenwood gefunden. Beide Stoffe waren auch im Wasser nachweisbar.

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Ein Kocher aus Edelstahl hat den Vorteil, gleichzeitig einen gewissen Warmhalteeffekt zu bieten. Einige Modelle bestehen sogar aus doppelwandigem Edelstahl, sie halten das Wasser wie eine Thermoskanne heiß. Teetrinker, die ihren Tee gerne mehrfach aufgießen (zum Beispiel bei grünem Tee) werden die Warmhaltefunktion zu schätzen wissen. Denn so muss das Wasser nicht immer wieder neu aufgekocht werden, um den zweiten und dritten Aufguss vorzunehmen. Ein Modell aus Edelstahl hat natürlich auch den Vorteil, bruchsicher zu sein. Die Kocher sind genauso pflegeleicht wie Modelle aus Glas. Sie werden ganz einfach mit einem Entkalker regelmäßig von Rückständen aus dem Trinkwasser befreit.

Alle vor Nachteile noch einmal im Überblick:

  • Glas Wasserkocher sehen schön aus und erhitzt das Wasser besonders schnell
  • Im Vergleich zu einem Modell aus Edelstahl sind in der Regel günstiger
  • Leider ist Glas nicht bruchsicher, außerdem halten Modelle aus Glas das Wasser nicht lange warm.
  • Edelstahl Wasserkocher sind teurer, aber robust und langlebig.
  • Edelstahl Wasserkocher halten das Wasser länger heiß.
  • Glas ist sicherer, in allen Tests waren Glaswasserkocher schadstofffrei.

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Kommentare

Anonym hat gesagt…
Ich dachte auch immer die Wasserkocher aus Glas seien am besten, da kein Plastik verbaut (scheinbar). Aber gerader DIESE sind teilweise noch schlimmer als die reinen Plastik-Kocher (siehe Tefal-Teststieger bei Ökotest, komplett aus Plaste). Und ich rede hier nicht von den Deckeln, die i.d.R. bei den Glaskochern immer aus Plastik sind, sondern: Glas und Heizelement aus Metall werden bei Glaskochern IMMER mit Kunststoff-Dichtungen verbunden (Glas kann man eben schlecht verschrauben, muss geklebt und abgedichtet werden). Gerade dort befinden sich Weichmacher und wer sich die Amazon-Rezensionen zu den Glaskochern durchliest, der wird wissen wovon ich rede. Stinkt nach Plastik und Chemikalien. Offiziell soll der Gestank ja mit der Zeit weggehen, aber dass das gesund sein soll, nur weil man das später nicht mehr riecht was anfangs wie ein Chemieunfall stank, das kann mir keiner erzählen. Kauft euch Wasserkocher aus Keramik oder komplett aus Edelstahl (letztere gibt es insbesondere von einer Firma, für dich ich keine Werbung machen will, aber sie beginnt wie ein großer deutscher Kaiser, der vorwärts wie rückwärts den gleichen Namen ergibt, dazu kommen noch zwei weitere Buchstaben (sucht bei Amazon).
Redaktion hat gesagt…
Vielen Dank für diesen Hinweis! Das ist sicher ein wichtiger Aspekt, die Glaskanne müsste aus einem Stück gefertigt sein, ob es das gibt, weiß ich aber nicht.Ich bevorzuge auch Edelstahl.
Zum Rätsel: Die Wasserkocher von Ottoni machen wirklich einen guten Eindruck.

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